Feuerwehrleute kämpfen gegen einen Waldbrand in Andalusien nahe AlmeríaBei einem Waldbrand nahe Los Gallardos in Almería starben mindestens 11 Menschen. Die Behörden sprechen von einer beispiellosen Tragödie.Feuerwehrleute und Einsatzfahrzeuge stehen auf einer ländlichen Straße vor einem brennenden Hügel in Südspanien. Das Bild steht für den schweren Waldbrand in Andalusien nahe Los Gallardos in der Provinz Almería, bei dem mindestens 11 Menschen ums Leben kamen.

Feuer bei Los Gallardos in Almería wird zur schweren Tragödie

Bei einem schweren Waldbrand in Andalusien sind mindestens 11 Menschen ums Leben gekommen. Das Feuer war am Donnerstagnachmittag in der Gemeinde Los Gallardos in der Provinz Almería ausgebrochen.

Mehrere Medien hatten zunächst von 12 Todesopfern berichtet. Nach jüngsten Angaben der Regionalregierung wurde die Zahl auf mindestens 11 Tote korrigiert. Weitere Menschen wurden verletzt, mehrere Personen galten zeitweise als vermisst.

Der regionale Gesundheitsminister Antonio Sanz sprach von einer „beispiellosen Tragödie“ und bezeichnete den Brand als den Waldbrand mit den bislang schwersten Folgen in Andalusien.

Opfer offenbar von Flammen überrascht

Besonders tragisch: Einige der Opfer wurden nach Angaben spanischer Medien in Fahrzeugen gefunden. Sie sollen auf der Flucht vor den Flammen eingeschlossen worden sein.

Das Feuer breitete sich offenbar sehr schnell aus. Es entstand in der Nähe einer Straße und griff rasch auf ausgetrocknete Vegetation über. Nach Berichten des spanischen Fernsehens RTVE wurden mehrere Menschen verletzt und in Krankenhäuser gebracht.

Auch Straßen waren betroffen. Unter anderem musste zeitweise ein Abschnitt der Autobahn A-7 gesperrt werden.

Mögliche Ursache: Herabgefallenes Stromkabel

Die Brandursache ist noch nicht abschließend bestätigt. Nach ersten Zeugenaussagen könnte ein herabgefallenes oder abgerissenes Stromkabel das Feuer ausgelöst haben.

Mehr als 150 Notrufe gingen bei den Rettungskräften ein. Mehrere Anrufer berichteten demnach, dass ein Kabel in die völlig ausgetrocknete Vegetation gefallen sei. Die Behörden prüfen diese Angaben.

Mehrere Orte evakuiert

Wegen der Gefahr wurden mehrere Ortschaften vorsorglich evakuiert. Nach verschiedenen Berichten mussten mehr als 1.000 Menschen ihre Häuser verlassen. Auch ein Campingplatz wurde vorsorglich geräumt.

Rund 150 Feuerwehrleute kämpften in der Nacht gegen die Flammen. Zusätzlich wurden weitere Rettungskräfte eingesetzt. Die Regionalbehörden lösten Notfallalarm aus. Auch militärische Unterstützung wurde vorbereitet.

Der Brand liegt im Hinterland der Costa de Almería. Bekannte Orte wie Mojácar befinden sich in der weiteren Umgebung. Für Urlauber bedeutet das: Die Lage sollte lokal genau geprüft werden, besonders bei Reisen ins Hinterland, in Naturgebiete oder entlang gesperrter Straßen.

Sánchez äußert Trauer

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez zeigte sich bestürzt über die Folgen des Feuers. Er sprach von großer Trauer angesichts der Opfer und rief die Bevölkerung in der Region zur Vorsicht auf.

Auch in Andalusien selbst ist die Betroffenheit groß. Gesundheitsminister Sanz erklärte, der Schmerz sei unermesslich. Andalusien trauere, besonders mit Almería und den Angehörigen der Opfer.

Hitze erhöht Waldbrandgefahr in Spanien

Der Brand ereignet sich während einer massiven Hitzephase in Spanien. In mehreren Regionen gelten seit Tagen hohe Hitze- und Waldbrandwarnungen. Trockenheit, Temperaturen von teils über 40 Grad und Wind erhöhen das Risiko, dass Feuer schnell außer Kontrolle geraten.

Nach Daten des europäischen Waldbrand-Informationssystems EFFIS haben Brände in Spanien seit Jahresbeginn bereits mehr als 50.000 Hektar Land zerstört.

Auch Frankreich und Portugal kämpfen derzeit mit schweren Waldbränden. Südeuropa erlebt damit erneut eine Phase, in der extreme Hitze und trockene Landschaften zur Gefahr für Bewohner, Urlauber und Einsatzkräfte werden.

Was Reisende beachten sollten

Wer aktuell in Andalusien oder anderen spanischen Regionen unterwegs ist, sollte Hinweise der lokalen Behörden ernst nehmen.

Wichtig ist:

  • gesperrte Straßen und Naturgebiete meiden
  • Warnmeldungen von Feuerwehr und Zivilschutz beachten
  • bei Rauch Fenster und Türen geschlossen halten
  • keine offenen Feuer machen
  • keine Geräte nutzen, die Funken schlagen können
  • bei Evakuierungsanordnungen sofort folgen
  • vor Fahrten ins Hinterland aktuelle Verkehrs- und Brandlage prüfen

Die Badeorte an der Küste sind nicht automatisch betroffen. Trotzdem können Rauch, Straßensperrungen und Evakuierungen auch den Reisealltag beeinflussen.

Quellen

tagesschau – „Tote bei Waldbrand in Andalusien“
https://www.tagesschau.de/ausland/europa/waldbrand-spanien-andalusien-100.html

ZDFheute – „Mindestens zwölf Tote bei Waldbrand im Süden Spaniens“
https://www.zdfheute.de/panorama/spanien-waldbrand-andalusien-tote-verletzte-100.html

Spiegel – „Mindestens zwölf Tote bei Waldbrand in Andalusien“
https://www.spiegel.de/panorama/spanien-mindestens-zwoelf-tote-bei-waldbrand-in-andalusien-a-aeb9fdc5-c1ce-4444-9e16-cec4917a5401

Euronews – „Waldbrand wird zur Todesfalle: 11 Menschen kommen in Spanien ums Leben“
https://de.euronews.com/my-europe/2026/07/10/waldbrand-spanien-tote

Reisereporter – „Waldbrandkatastrophe in Andalusien: Was Spanien-Reisende aktuell wissen müssen“
https://www.reisereporter.de/reisenews/waldbrand-katastrophe-in-andalusien-wo-brennt-es-in-spanien-aktuell-sind-urlauber-betroffen-CKN3UTU6VJE57IFCEGC2TJMTV4.html

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner