Blick auf die Bucht Caló des Moro auf Mallorca mit zahlreichen Badegästen im türkisblauen WasserDie bekannte Instagram-Bucht Caló des Moro zieht jedes Jahr tausende Besucher anDie Bucht Caló des Moro auf Mallorca gilt als eine der schönsten Buchten der Insel. Durch soziale Medien ist sie zu einem stark frequentierten Ausflugsziel geworden. In der Hochsaison kommen täglich mehrere tausend Besucher, was zunehmend zu Diskussionen über Massentourismus und den Schutz sensibler Küstenlandschaften führt.

Die Bucht Caló des Moro im Südosten Mallorcas gilt seit Jahren als eine der bekanntesten und meistfotografierten Buchten der Insel. Was früher ein ruhiger Ort für Einheimische und wenige Urlauber war, ist heute ein internationaler Social-Media-Hotspot. Vor allem durch Instagram hat sich die kleine Bucht zu einem Magneten für tausende Besucher entwickelt.

In der Hochsaison strömen täglich mehrere tausend Menschen nach Caló des Moro. Schätzungen gehen von rund viertausend bis fünftausend Besuchern pro Tag aus. Viele nehmen lange Wartezeiten, dichtes Gedränge und eine angespannte Atmosphäre in Kauf, um ein Foto der scheinbar unberührten Idylle zu machen. Auf den Bildern in sozialen Netzwerken ist von diesem Andrang meist nichts zu sehen.

In den vergangenen Wochen sorgten Berichte für Aufsehen, wonach der Zugang zur Bucht möglicherweise gesperrt werden könnte. Hintergrund ist ein angrenzendes Privatgrundstück der deutschen Familie Oehm, über das ein häufig genutzter Weg zur Bucht führt. In spanischen Medien war zunächst von einem Antrag auf Schließung die Rede, was zu teils heftigen Reaktionen führte.

Diese Darstellung hat die Familie inzwischen deutlich zurückgewiesen. Hans-Peter Oehm erklärte, dass weder er noch seine Frau jemals beabsichtigt hätten, den Strand oder den Zugang zur Bucht zu sperren. In Spanien seien Strände grundsätzlich öffentlich, eine vollständige Schließung rechtlich nicht möglich. Die Familie betont, dass der Weg seit Jahrzehnten genutzt werde und man dies stets geduldet habe.

Zugleich macht die Familie auf die Belastungen aufmerksam, die mit dem massiven Besucheransturm einhergehen. Müll, beschädigte Vegetation und teilweise sogar kleine Brände seien wiederkehrende Probleme. Nach eigenen Angaben engagieren sich die Oehms seit vielen Jahren für den Erhalt des Gebiets, pflanzen Vegetation nach und organisieren regelmäßige Reinigungen, obwohl ihnen der Strand selbst nicht gehört.

Auch aus der Gemeinde Santanyí und von zuständigen Behörden wird bestätigt, dass die Situation rund um Caló des Moro bekannt ist. Verantwortlich für mögliche Regelungen seien jedoch kommunale Stellen und das Küstenschutzamt, nicht private Grundstückseigentümer. Gespräche zwischen Eigentümern und Behörden laufen weiterhin.

Fest steht: Die Traumbucht Caló des Moro bleibt zugänglich. Gleichzeitig bleibt sie ein Symbol für die Herausforderungen des Massentourismus auf Mallorca. Protestaktionen von Einheimischen, Diskussionen über Besucherlenkung und die Frage nach einem besseren Schutz sensibler Naturgebiete zeigen, dass das Problem weit über diese einzelne Bucht hinausgeht.

Caló des Moro steht damit beispielhaft für viele Orte in Spanien, an denen landschaftliche Schönheit, soziale Medien und Tourismusdruck aufeinandertreffen und langfristige Lösungen dringend notwendig sind.

Quellen

BILD – Caló des Moro: Traumbucht auf Mallorca bleibt offen
https://www.bild.de/news/ausland/ansturm-auf-mallorca-strand-familie-will-traum-bucht-nicht-sperren-6981c95c48913c2281393c2a

t-online – Caló des Moro soll wohl doch nicht gesperrt werden
https://www.t-online.de/leben/aktuelles/id_101111314/mallorca-traumbucht-calo-des-moro-soll-wohl-doch-nicht-gesperrt-werden.html

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