Spanien entfernt über 86.000 illegale Ferienwohnungen von Buchungsplattformen

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Die spanische Regierung hat ein landesweites Durchgreifen gegen nicht regulierte Ferienwohnungen gestartet, die über Online-Portale wie Airbnb oder Booking angeboten werden. Nach Angaben des Ministeriums für Wohnungswesen und Stadtentwicklung in Madrid sind 86.275 Ferienwohnungen ohne gültige Registrierungsnummer identifiziert worden. Diese mussten von den großen Plattformen aus dem Netz genommen werden.
Warum viele Ferienwohnungen in Spanien illegal sind
In Spanien dürfen Wohnungen nur dann kurzfristig an Urlauber vermietet werden, wenn sie eine offizielle Registrierungsnummer und damit eine gültige Lizenz besitzen. Diese Kennung stellt sicher, dass die Unterkunft den gesetzlichen Anforderungen und lokalen Vorschriften entspricht. Viele der entfernten Inserate erfüllten diese Voraussetzungen nicht, obwohl sie noch online buchbar waren.
Besonders betroffene Regionen in Spanien
Die Entfernung betraf vor allem Regionen mit starkem Tourismus:
- Auf den Kanarischen Inseln waren knapp 13.726 Inserate betroffen, darunter viele allein auf Gran Canaria und Teneriffa.
- Die meisten illegalen Angebote entfielen auf Andalusien mit 21.872 Fällen, gefolgt von der Region Valencia mit 14.387 Fällen.
In einzelnen Gemeinden stellten die Behörden besonders viele unregistrierte Inserate fest, zum Beispiel in San Bartolomé de Tirajana auf Gran Canaria oder in Adeje und Arona auf Teneriffa.
Das Ziel des Vorgehens gegen illegale Vermietung
Die Regierung begründet das Vorgehen damit, dass nicht registrierte Ferienwohnungen den Wohnungsmarkt verzerren. Sie würden die Preise künstlich in die Höhe treiben und echten Mietmarkt-Angeboten Konkurrenz machen, was besonders in beliebten Städten und Urlaubsregionen den Wohnraum für Einheimische verknappt. Durch die Entfernung dieser illegalen Inserate hofft die Regierung, dass viele dieser Wohnungen wieder dem regulären Mietmarkt zur Verfügung stehen und sich die Lage in stark nachgefragten Regionen etwas entspannt.
Einordnung der aktuellen Wohnungsmarktlage
Spanien gehört seit Jahren zu den am stärksten vom Ferienwohnungsmarkt betroffenen Ländern Europas. In vielen Innenstädten und touristischen Zonen ist die Nachfrage nach kurzfristigen Unterkünften so hoch, dass Eigentümer normale Wohnungen lieber an Urlauber als an Langzeitmieter vergeben. Die aktuelle Aktion ist Teil einer breiteren Strategie, den Wohnungsmarkt zu regulieren und dadurch die Lebensqualität für Anwohner zu verbessern.
Die Entfernung der illegalen Inserate zeigt, dass die spanische Regierung bei der Umsetzung bestehender Regeln nun stärker durchgreift und Plattformen in die Pflicht nimmt, nur legale Angebote zuzulassen. Ob dies alleine zu mehr bezahlbarem Wohnraum führt, hängt davon ab, wie viele dieser Wohnungen tatsächlich langfristig an Bewohner vergeben werden.
Quellen und Belege
- t-online – Spanien: 86.000 illegale Ferienwohnungen werden von Plattformen entfernt
https://www.t-online.de/leben/reisen/europa/spanien/id_101119860/spanien-86000-illegale-ferienwohnungen-werden-von-plattformen-entfernt.html
Quelle
Spanienleben – „Spanien entfernt über 86.000 illegale Ferienwohnungen“
https://www.spanienleben.de/spanien-entfernt-ueber-86-000-illegale-ferienwohnungen-von-buchungsplattformen/
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Veröffentlicht am 09. Februar 2026
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