Feuerwehrleute sichern ein verbranntes Waldbrandgebiet nahe Los Gallardos in AlmeríaDer Waldbrand bei Los Gallardos in Almería ist weitgehend eingedämmt. Mehr als 6.600 Hektar wurden zerstört, Einsatzkräfte kontrollieren weiter Glutnester.Feuerwehrleute und Einsatzfahrzeuge stehen an einer ländlichen Straße vor einer verbrannten Landschaft in Südspanien. Das Bild steht für den eingedämmten Waldbrand nahe Los Gallardos in der Provinz Almería, bei dem große Flächen zerstört wurden.

Mehr als 600 Evakuierte kehren bei Los Gallardos in ihre Häuser zurück

Der schwere Waldbrand in der andalusischen Provinz Almería ist nach Angaben der Behörden inzwischen weitgehend eingedämmt. Das Feuer bei Los Gallardos breitet sich derzeit nicht weiter aus. Nachlassender Wind und höhere Luftfeuchtigkeit erleichtern die Löscharbeiten.

Die Zahl der Todesopfer ist inzwischen auf 13 gestiegen. Eine 93-jährige Britin erlag nach Angaben der Regionalregierung ihren Verletzungen. Zuvor war von 12 Toten die Rede gewesen.

Mehr als 6.600 Hektar zerstört

Der Brand war am Donnerstag in der Gemeinde Los Gallardos ausgebrochen. Betroffen ist ein Gebiet im Hinterland der Costa de Almería, unweit bekannter Urlaubsorte wie Mojácar und Playa de Mojácar.

Die Flammen breiteten sich in der Anfangsphase extrem schnell aus. Nach Angaben des andalusischen Regionalpräsidenten legte das Feuer zeitweise rund 15 Kilometer in 2 Stunden zurück.

Nach aktuellen Angaben wurden mindestens 6.600 Hektar Land zerstört. Andere Berichte sprechen bereits von rund 7.000 Hektar Wald- und Buschfläche.

Mehr als 600 Menschen zurück in ihren Häusern

Die Lage hat sich inzwischen deutlich entspannt. Mehr als 600 zuvor evakuierte Menschen konnten in ihre Häuser zurückkehren. Insgesamt mussten in den ersten Stunden des Brandes rund 1.400 Menschen ihre Wohnungen, Häuser oder Unterkünfte verlassen.

Ein Teil der Evakuierten ist weiterhin bei Angehörigen, in Zweitwohnungen oder Hotels untergebracht. Die Kosten übernimmt nach Angaben von Euronews die Zentralregierung.

Die Guardia Civil kontrolliert weiter Haus für Haus. Von rund 250 bisher überprüften Gebäuden blieb die große Mehrheit ohne größere Schäden.

Einsatzkräfte suchen nach Glutnestern

Auch nach der Eindämmung bleibt der Einsatz aufwendig. Feuerwehr, Katastrophenschutz und die Militärische Notfalleinheit UME sichern weiter den Brandrand und bekämpfen kleinere Glutnester.

Mit Drohnen suchen die Einsatzkräfte unter anderem in El Chive, Lubrín, El Marchal, Bédar und Los Gallardos nach versteckten Brandstellen. Gleichzeitig werden Straßen, abgelegene Häuser und Zufahrtswege kontrolliert.

Ziel ist es, ein erneutes Aufflammen zu verhindern und mögliche weitere Opfer zu finden.

Identifizierung der Opfer läuft

Mehrere Menschen wurden von den Flammen überrascht, als sie mit Fahrzeugen oder zu Fuß zu fliehen versuchten. Unter den Todesopfern sollen nach vorläufigen Angaben auch ausländische Staatsangehörige sein, darunter mutmaßlich Briten und Belgier.

Die Identifizierung der Toten ist schwierig. Die Guardia Civil verfügt inzwischen über genetische Profile der Todesopfer. Diese müssen mit DNA-Proben enger Angehöriger verglichen werden. Einige Angehörige reisen dafür aus dem Ausland an.

Die Zahl der offiziellen Vermisstenanzeigen lag zuletzt bei 8. Davon zu unterscheiden sind Personen, die vorübergehend nicht erreichbar waren. Die Regionalregierung hatte zeitweise von 23 Menschen gesprochen, deren Aufenthaltsort zunächst unbekannt war.

Ursache vermutlich Stromleitung

Als mögliche Brandursache gilt weiterhin eine beschädigte oder herabgefallene Stromleitung. Zeugen hatten berichtet, dass ein Kabel in völlig ausgetrocknete Vegetation gefallen sein könnte. Offiziell bestätigt ist die Ursache noch nicht.

Der Brand gilt als einer der schwersten Waldbrände in der Geschichte Andalusiens. Die Region hatte eine dreitägige Trauer angeordnet.

Hitze erhöht weiter die Waldbrandgefahr

Der Brand fällt in eine Phase extremer Hitze in Spanien. Trockenheit, Wind und Temperaturen von teils über 40 Grad erhöhen die Gefahr, dass Feuer schnell außer Kontrolle geraten.

Seit Jahresbeginn haben Waldbrände in Spanien bereits mehr als 50.000 Hektar Land zerstört. Auch Frankreich, Portugal und weitere Teile Südeuropas kämpfen derzeit mit Bränden.

Für Reisende in Spanien gilt: Warnungen der lokalen Behörden sollten unbedingt beachtet werden. Besonders im Hinterland, in Naturgebieten und entlang gesperrter Straßen kann es kurzfristig zu Einschränkungen kommen.

Quellen

tagesschau – „Waldbrand in Andalusien breitet sich aus“
https://www.tagesschau.de/ausland/europa/feuer-andalusien-spanien-100.html

tagesschau – „Schwerer Waldbrand in Spanien eingedämmt“
https://www.tagesschau.de/ausland/europa/waldbrand-spanien-134.html

Euronews – „Waldbrand in Spanien: Mehr als 600 Evakuierte kehren in ihre Häuser zurück“
https://de.euronews.com/my-europe/2026/07/12/waldbrand-spanien-evakuierte

Spiegel – „Britisches Paar mit schweren Verbrennungen aus Waldbrandgebiet gerettet“
https://www.spiegel.de/panorama/spanien-britisches-paar-mit-schweren-verbrennungen-aus-waldbrandgebiet-gerettet-a-a269c81b-76c5-4a0d-8804-13df232f893e

FAZ – „Zahl der Toten bei Waldbränden in Spanien steigt auf 13“
https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/ungluecke/zahl-der-toten-bei-waldbraenden-in-spanien-steigt-auf-13-201023189.html

Reisereporter – „Waldbrandkatastrophe in Andalusien: Was Spanien-Reisende aktuell wissen müssen“
https://www.reisereporter.de/reisenews/waldbrand-katastrophe-in-andalusien-wo-brennt-es-in-spanien-aktuell-sind-urlauber-betroffen-CKN3UTU6VJE57IFCEGC2TJMTV4.html

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